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US-Raumfähre: Spaceshuttle Endeavour hat an die Internationale Raumstation angedockt

Inspektion der Endeavour
Update
Inspektion der Endeavour | Am ersten Tag der Msiision STS-134 inspizierten die Astronauten an Bord der US-Raumfähre Endeavour mit dem Roboterarm den Hitzeschild ihres Raumschiffs auf mögliche Schäden. Die Untersuchung brachte keine Hinweise auf gefährliche Beschädigungen.
Erfolgreich angedockt an die Internationale Raumstation ISS hat am 18. Mai 2011 die US-Raumfähre Endeavour. Das Anlegemanöver erfolgte um 12:15 Uhr MESZ. Die Endeavour soll nun für zwölf Tage mit der Station verbunden bleiben, das Öffnen der Verbindungsluken ist für 14:36 Uhr vorgesehen.

Zum letzten Mal befindet sich die US-Raumfähre Endeavour im Anflug auf die Internationale Raumstation ISS. Das Andocken ist für den 18. Mai um 12:16 Uhr MESZ vorgesehen, rund zwei Stunden später sollen die Luken zwischen ISS und Spaceshuttle geöffnet werden. Schon kurz nach der feierlichen Begrüßung durch die Dauermannschaft der ISS werden die die Astronauten der Endeavour damit beginnen, Ausrüstungsgegenstände und Nachschub an frischem Wasser, Lebensmitteln und Ersatzteilen an Bord der Raumstation zu schaffen. Die Endeavour soll für rund zwölf Tage an der Station angekoppelt bleiben.

Schon am ersten Tag nach dem Abheben, am 16. Mai 2011, hatten die Astronauten an Bord der Endeavour damit begonnen, den Hitzeschild der Raumfähre auf mögliche Schäden zu inspizieren. Diese Prozedur führte die NASA nach der Columbia-Katastrophe im Februar 2003 ein, da seinerzeit während des Starts abfallende Brocken der Schaumstoffisolierung des Außentanks und Eisbrocken den Hitzschild der Flügelvorderkante durchlöchert hatten. Somit verglühte die Columbia beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre, wobei alle sieben Astronauten an Bord starben.

Die Endeavour angedockt an die ISS | We have capture!, die Endeavour hat an der Internationalen Raumstation ISS angelegt. Das Kopplungsmanöver erfolgte um 12:15 Uhr MESZ am 18. Mai 2011. Nun beginnen zwölf Tage gemeinsamer Arbeiten an und in der ISS.
Die Inspektion der Endeavour zeigte aber keine Besorgnis erregenden Schäden. Vor dem Andocken wird die Raumfähre in einem Abstand von 200 Metern noch eine Art von Pirouette drehen, um ihre mit rund 20 000 Hitzeschutzkacheln besetzte Unterseite den Astronauten der ISS zu präsentieren, die sie dann mit hoch auflösenden Digitalkameras fotografieren und die Bilder zur Auswertung zur Bodenstation in Houston im US-Bundesstaat Texas senden, um letzte Zweifel auszuräumen.

Die beiden Astronauten Michael Fincke und Andrew Feustel bereiten derweil ihre Raumanzüge für den Außenbordeinsatz auf der ISS vor, sie werden kurz nach der Ankunft in der Quest-Luftschleuse der Station deponiert. Während des zwölftägigen Aufenthalts an Bord der ISS sind vier Raumausstiege geplant, wobei Reparaturen und Wartungsarbeiten durchgeführt werden sollen. Zudem wird die Hauptnutzlast an Bord der Endeavour, das "Alpha-Magnet-Spektrometer-2" (AMS-2), an der zentralen Gitterstruktur der ISS montiert. Bei einem darauffolgenden Raumausstieg werden die Astronauten dann die elektrischen Verbindungen und die Datenverbindungen zum Bordnetz der ISS herstellen müssen, um AMS-2 endgültig in Betrieb zu nehmen.

Tilmann Althaus

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