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Raumfahrt: SpaceX' »Starship« explodiert bei Testlandung

Der Prototyp kollidierte nach einem unbemannten Testflug unsanft mit der Erde. SpaceX-Gründer Musk ist dennoch zufrieden: Man habe alle Daten bekommen, die man benötige.
Starship 8 beim Testflug am 9. Dezember 2020Laden...

Eigentlich sollte der »Starship«-Prototyp 08 der Raumfahrtfirma SpaceX abheben, aufsteigen und anschließend kontrolliert wieder auf der Erde aufsetzen. Der erste Teil des Testflugs verlief so weit glatt. Die Landung war allerdings weniger sanft: Das Raumschiff zerschellte im letzten Moment und explodierte, am Ende blieben lediglich Trümmer übrig. Auf Grund eines Problems mit dem Treibstoffsystem sei die Geschwindigkeit des unbemannten Flugkörpers beim Landeanflug zu hoch gewesen, teilte SpaceX-Gründer Elon Musk nach dem Test am Mittwochabend (Ortszeit) im US-Bundesstaat Texas per Kurznachrichtendienst Twitter mit. Musk zeigte sich trotzdem zufrieden: »Wir haben alle Daten bekommen, die wir benötigen.« Der Starship-Prototyp war zuvor in eine Höhe von rund 12,5 Kilometern aufgestiegen.

Ursprünglich war der Testflug bereits für Dienstag angesetzt gewesen. Auf Grund eines Problems mit dem Triebwerk musste der Start allerdings rund 1,3 Sekunden vor dem geplanten Beginn abgebrochen worden. Bei den vorherigen Tests wurden die früheren einfacheren Prototypen nur auf rund 150 Meter hochgeschossen. Ziel der Versuche ist, einzelne Elemente der neuen Rakete zu testen. Das Starship soll nach Plänen von Musk irgendwann Fracht und Menschen zum Mond und zum Mars befördern. »Mars, wir kommen«, kommentierte Musk deshalb nach dem Test am Mittwoch.

© YouTube / SpaceX
Flugtest von Starship 8 am 9. Dezember 2020

Der SpaceX-Gründer will das Raumschiff komplett wiederverwendbar machen. Bei den aktuellen »Falcon«-Raketen von SpaceX landet nur die erste Stufe wieder auf der Erde, um erneut eingesetzt zu werden. Das Starship soll hingegen in der raumflugtauglichen Version in zwei Teilen wieder am Boden aufsetzen. Dafür muss der Flugkörper ein kompliziertes Landemanöver vollführen, bei der er zunächst ähnlich wie ein Flugzeug abbremst, dann aber wieder in die Senkrechte kippen muss. (dpa/dam)

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