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Medizinische Aufklärung: Spinnen sind gar nicht so schlimm

Avicularia
Wenn man Emotionen und Abneigung beiseite schiebe und die Risiken rational beurteile, entbehre die Angst vor Spinnen jeglicher Grundlage, verkündet Geoffrey Isbister vom Newcastle Mater Misericordiae Hospital in Australien. Die meisten dieser Kreaturen stellten keine medizinische Gefahr dar. Selbst solche, die heftige Vergiftungserscheinungen auslösen können, sind selten tödlich oder ziehen langfristig schwere gesundheitliche Folgen nach sich. Bienen, Wespen, Skorpione oder Autos bringen mehr Menschen um als Spinnen, betont der Forscher.

Insbesondere sei es wenig hilfreich, dass Patienten wie Ärzte gern dazu neigen, bei nekrotischen Hauterkrankungen schnell auf Spinnenbisse als Ursache zu schließen. Kommentierend ergänzt hier sein Kollege Richard Vetter von der Universität von Kalifornien in Riverside, dass die Medizinergemeinde dazu beigetragen habe, ein dichtes Mythennetz rund um die Achtbeiner zu spinnen. Es sei daher an der Zeit, jene Vermutung ans Ende der Differenzialdiagnostikliste zu stellen und viel wahrscheinlichere Ursachen für solche Hautirritationen anzunehmen.

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