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Radioastronomie: Square Kilometre Array auf zwei Kontinenten

Das "Square Kilometre Array"

Das Tauziehen um das größte Radioteleskop der Welt ist zu Ende. Gewonnen haben beide Wettbewerber, Australien und Südafrika, die das Square Kilometre Array gemeinsam auf zwei Kontinenten errichten werden. Die Entscheidung über das Projekt mit geschätzten Gesamtkosten von 1,5 Milliarden Dollar wurde bereits mehrfach verzögert, doch bei einem Treffen am 24. Mai 2012 in Amsterdam einigten sich die Mitglieder des SKA-Entscheidungsgremiums auf die Zwei-Kontinente-Lösung.

Das "Square Kilometre Array"
Das "Square Kilometre Array" | So wird es einmal aussehen – das größte Radioteleskop der Welt. Die endgültige Entscheidung über seinen Standort fiel im Mai 2012, es wird in Australien und Afrika errichtet.

Das astronomische Großprojekt gilt als die Zukunft der Radioastronomie. Es umfasst 3000 einzelne Antennen, jede mit einem Durchmesser von 15 Metern. Zusammen ergibt sich so eine Gesamtempfangsfläche von ungefähr einem Quadratkilometer. Das SKA wird 50-mal empfindlicher sein als die bisher größten Radioteleskope und soll den Himmel bis zu 10000-mal schneller durchmustern.

Auf der Beobachtungsliste der Astronomen stehen Himmelsobjekte vom Wasserstoff im sehr jungen Universum, über ferne Galaxien bis zu hin zu Pulsaren, schnell rotierenden Neutronensternen. Durch die Abbildung des Wasserstoffs lässt sich ein Blick in die Urzeit des Universums werfen und die Strukturbildung nach dem Urknall untersuchen. Die exakte Vermessung der Entfernungen zu vielen einzelnen Galaxien hilft den Astronomen, die Entwicklung der Welteninseln zu verstehen und die Ausdehnung des Alls abzubilden. Die Pulsare schließlich dienen als hochpräzise Testobjekte, um Einsteins allgemeine Relativitätstheorie zu überprüfen.

Bevor der Bau beginnt und die Wissenschaftler beobachten können, starten nun die Verhandlungen über die konkrete Finanzierung des Projekts, und die beteiligten Staaten müssen bereits gemachte Versprechen einlösen. Vermutlich werden sie ihre Beiträge direkt in Form wissenschaftlicher Gerätschaften anstelle von Geldern einlösen.

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