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Naturstoffe: Stabile Seide von Bienen und Ameisen

Bienen und Ameisen produzieren Seide von außerordentlich hoher Stabilität. Sie unterscheidet sich erheblich in ihrer molekularen Struktur von den Seidentypen, die Spinnen und Schmetterlingsraupen herstellen.

Während sich bei Spinnenseide die einzelnen Proteinabschnitte eher flächig aneinanderlagern, bilden Seidenproteine aus Ameisen-, Hummel- und Bienenlarven so genannte coiled coils, haben Tara Sutherland und ihre Kollegen von der australischen Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation (CSIRO) herausgefunden. Es handelt sich dabei um Proteinstränge, die sich schraubenförmig umeinander verdrillen. Eine solche Struktur verbindet die Stränge fest miteinander und erhöht somit die Stabilität der Seide.

Obwohl die Seide in allen drei Insekten von Larven mit Hilfe spezieller Drüsen hergestellt wird, nutzen sie die Tiere auf verschiedene Weise. Während Honigbienenlarven (Apis mellifera) sie zur Verfestigung der Waben verwenden, in denen sie sich verpuppen, bauen sich Stachelameisen (Myrmecia forficata) ganze Kokons aus ihr. Bei Weberameisen (Oecophylla smaragdina) dienen die Seidenfäden der Larven dagegen als Werkzeug, mit dem frisches Pflanzenmaterial zum Nestbau verklebt wird. (vs)

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