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Stammzellschwund im Alter

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Ein alternder Körper büßt zunehmend die Fähigkeit zur Selbsterneuerung ein – mit der Folge, dass Gewebe und Organe funktionsunfähig werden. „Stammzellersatztherapie“ heißt deshalb die Hoffnung der Medizin, die manch einer sogar als „Tor zur Unsterblichkeit“ bezeichnet.

Tatsächlich ist es die Aufgabe so genannter Stammzellen, Ersatz für defektes Gewebe zu produzieren. Sie selbst bleiben gleichsam alterslos. Wie sich nun zeigte, können sie diesen Zustand aber nicht ohne Nachbarschaftshilfe bewahren. Die so genannte Stammzellnische gibt wichtige Kommandos zur Teilung und Regeneration der Nachschubliferanten. Ist diese Mikro-Umgebung zu alt, kann sie die nötige Unterstützung nicht mehr gewähren.

Zu diesem Ergebnis kam eine Forschergruppe um Leanne Jones vom Salk Institute for Biological Studies in La Jolla (Kalifornien) bei Untersuchungen an Hoden der Taufliege. Die Wissenschaftler entdeckten, dass alte Tiere den für die Erhaltung der dortigen Stammzellen essenziellen Wachstumsfaktor unpaired (upd) kaum noch produzierten. Folglich verkümmerte das Stammzellreservoir.

Das dürfte laut Jones Auswirkungen auf Ersatztherapien haben. Da die Patienten meist älter sind, kann die Mikro-Umgebung die transplantierten Stammzellen vermutlich nicht mehr angemessen unterstützen. Die Behandlung hält deshalb nicht lange vor. Sinnvoller könnte es sein, die fehlenden Wachstumsfaktoren zuzuführen.

Anna Siever

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