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News: Standardkerzen funktionieren – gewusst wie!

Erst kürzlich berichteten wir, dass Supernovae vom Typ Ia nicht mit der präzisen Helligkeit explodieren, die für Entfernungsbestimmungen bislang angenommen wurde. Sie schienen sich also als „Standardkerzen“ nur bedingt zu eignen.
Supernova Ia Vorläufer
Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Astrophysik (MPA) und dem italienischen Istituto Nazionale di Astrofisica (Inaf) veröffentlichten jetzt eine Studie, in der sie die Abweichungen vom Standardwert untersuchten – und darin eine eindeutige Abhängigkeit zur Häufigkeit des Elements Nickel im Spektrum fanden.

In den letzten vier Jahren hatten die Astronomen zwanzig Ia-Supernovae jeweils über mehrere Wochen beobachtet. Denn die Schnelligkeit des Helligkeitsabfalls ist charakteristisch für die Leuchtkraft der Explosionen. Anhand der Spektren lässt sich die Anwesenheit und Häufigkeit verschiedener Elemente nachweisen – darunter eben auch Nickel. Damit lässt sich jetzt die genaue Helligkeit der Supernova bestimmen und sie eignet sich wieder als exakter Entfernungsmesser.

Und ein solcher ist für Astronomie und Kosmologie unerlässlich, denn „zum Beispiel die Erkenntnis, dass das Universum beschleunigt expandiert, beruht zu einem großen Teil auf Beobachtungen von Supernovae“, resümmiert Wolfgang Hillebrandt, einer der MPA-Direktoren und Koautor der Studie.

Dre.

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