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US-Raumfähren: Start der Endeavour auf 10. Mai verschoben

Missionsemblem STS-134
Ursprünglich sollte die Endeavour schon am Freitag, den 29. April 2001, um 21:47 Uhr MESZ in die Erdumlaufbahn fliegen, um die Internationale Raumstation ISS anzusteuern. Aber während des Countdowns trat in der Stromversorgung des Aft Load Control Assembly ein Fehler auf, der dafür sorgte, dass Heizsysteme des Hydrauliksystems der Raumfähre nicht arbeiteten. Dieses System wird unter anderem für die Ausrichtung der Haupttriebwerke während des Starts und die Steuerung der Fügelklappen während der Landung benötigt.

Zunächst war der Start um 48 Stunden verschoben worden, damit Techniker der NASA die Möglichkeit hatten, die fehlerhafte Stromversorgung zu inspizieren. Am 1. Mai musste dann die NASA den Starttermin endgültig kippen und auf frühestens Dienstag, den 10. Mai 2011, 17:21 Uhr MESZ verschieben. Die Techniker hatten festgestellt, dass die komplette Einheit ausgetauscht werden muss, was mehrere Tage in Anspruch nehmen wird.

Die sechs Astronauten der Endeavour-Crew für die Mission STS-134 sind bereits wieder zum Johnson Space Center in Houston im US-Bundesstaat Texas zurückgeflogen, wo sie die Zeit für weitere Trainingseinheiten nutzen. Ende der Woche dürften sie sich dann wieder nach Florida zum Kennedy Space Center für den Start aufmachen.

Auf dieser Shuttlemission fliegt übrigens zum letzten Mal ein europäischer Astronaut mit, es ist der italienische Raumfahrer Roberto Vittori. An Bord der Raumfähre befindet sich neben wichtigen Nachschubgütern für den Betrieb der ISS und das Leben der Besatzung als Hauptnutzlast das "Alpha-Magnet-Spektrometer" (AMS-2). Dieser Teilchendetektor soll die Zusammensetzung der kosmischen Strahlung untersuchen.

Tilmann Althaus

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