Direkt zum Inhalt

News: Steilhänge auf Merkur durch Konvektion erklärt

Numerische Simulationen deuten darauf hin, dass bestimmte Klippen und Steilhänge auf Merkurs Oberfläche das Ergebnis von Druckspannungen sind, die durch Konvektion innerhalb des Mantels des Planeten hervorgerufen wurden.
Merkurs unbekannte Seite
Langgestreckte und ungewöhnlich gewundene Klippen und Steilhänge auf Merkurs Oberfläche sind durch das Abkühlen und die globale Kontraktion des Planeten entstanden, vermuten Wissenschaftler. Scott King von der Virginia Tech spricht der Konvektion, also dem Verlust von Wärme aus dem Mantel durch die Kruste, nun ebenfalls eine Rolle bei der Bildung dieser Steilhänge zu. Er führte dreidimensionale Simulationen des Wärmetransports in Merkurs Silikatmantel durch.

Sein Modell ergibt ein regelmäßiges Konvektionsmuster, in dem die Auftriebszonen in niederen geografischen Breiten lange, lineare Formen annehmen, während sie in der Nähe der Pole annähernd hexagonale Strukturen aufweisen. Die Verteilung der resultierenden Oberflächenspannungen ist im Einklang mit den auf Merkur beobachteten Landschaftsformen. Mit Hilfe von Daten der Nasa-Sonde Messenger sollte Kings Hypothese bald überprüfbar werden.

Wissenschaftler haben eine Reihe von Erklärungen für das Schrumpfen des Merkurs: Abkühlen und Bildung eines Kerns, Gezeitenkräfte auf Grund von gravitativen Wechselwirkungen mit der Sonne, Einschläge anderer Himmelskörper und Konvektion.

mp

Lesermeinung

Wenn Sie inhaltliche Anmerkungen zu diesem Artikel haben, können Sie die Redaktion per E-Mail informieren. Wir lesen Ihre Zuschrift, bitten jedoch um Verständnis, dass wir nicht jede beantworten können.

Partnerinhalte