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Frühgeburten: Stickstoffmonoxid in der Atemluft schützt Frühchen vor Folgeschäden

Allen Fortschritten bei der Intensiv-Versorgung von Frühchen zum Trotz bleibt für sie immer noch das Risiko von Gehirnschäden und Entwicklungsstörungen bestehen. Diese Gefahr lässt sich Berichten amerikanischer Forscher zufolge durch winzige Dosen von Stickstoffmonoxid (NO) drastisch veringern.

Bei Testreihen hatten die Forscher um Krisa Van Meurs von der Universität Stanford den kleinen Patienten das NO zusätzlich zum Sauerstoff via Ventilator in den Brutkasten geleitet. Untersuchungen nach zwei Jahren zeigten, dass sich die sonst üblichen Fälle mentaler Entwicklungsverzögerungen dadurch fast halbiert haben, berichtet das Team. Bei neurologischen Test wiesen nur noch 24 Prozent der Kinder Anzeichen einer verzögerten geistigen Entwicklung oder Behinderungen wie Blindheit, Lähmungen oder Taubheit auf – bei Kindern, die lediglich Sauerstoff ohne NO-Zugabe erhalten hatten, litten immerhin 46 Prozent unter Störungen.

Die Untersuchung folgt einer Studie aus dem Jahr 2003, die bereits den Nutzen von NO-Zusätzen in der Atemluft bei Frühchen mit Lungenproblemen nachgewiesen hatte. Damals hatten die Forscher festgestellt, dass sich dadurch bei diesen Kindern das Risiko chronischer Lungenkrankheiten, Gehirnblutungen und die Mortalität reduzieren lässt. Damit steht erstmals eine effektive Therapie zur Verfügung, die das Leben dieser Frühgeborenen besser schützt und vor Folgeschäden bewahren kann.
08.07.2005

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 08.07.2005

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