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Fortpflanzung: Stress beeinträchtigt künstliche Befruchtung nicht

Psychischer Stress wirkt sich nicht auf das Ergebnis künstlicher Befruchtungen aus. Zu diesem Ergebnis kamen schwedische Forscher im Rahmen einer prospektiven Studie mit 166 Frauen, bei denen eine In-Vitro-Fertilisierung zu Nachwuchs verhelfen sollte.

Lisbeth Anderheim und ihr Team vom Sahlgrenska Universitäts-Hospital in Göteborg ließen die Teilnehmerinnen zwei Fragebögen ausfüllen, in denen diese umfassende Auskünfte über ihr Leben, ihre Gefühle, Gesundheit und Partnerschaften geben mussten. Den ersten Bogen erhielten sie einen Monat vor der IVF-Behandlung; den zweiten kurz vor dem Ei-Entnahme. Insgesamt konnten bei 139 Frauen Embryonen eingesetzt werden, allerdings führten nur 58 davon zu einer Schwangerschaft. Ein Vergleich der Ergebnisse beider Fragebögen zeigte, dass zwischen den Frauen, die schwanger wurden, und jenen, bei denen es nicht klappte, keine größeren Unterschiede hinsichtlich ihres seelischen Wohlbefindens zu beobachten waren.

Damit steht dieses Ergebnis im Widerspruch zu anderen Theorien, die zwischen Stress und fehlgeschlagenen künstlichen Befruchtungsversuchen einen Zusammenhang herstellen. Die Beweise dafür waren aber ohnehin oft sehr schwach, so Anderheim. Welche Rolle Stress in der Zeit von der Verpflanzung bis zur erfolgreichen Einnistung des Eis und in der kritischen ersten Phase der Schwangerschaft spielt, erfasste die Studie allerdings nicht.
30.08.2005

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 30.08.2005

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