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Umweltschutz: Streusalz gefährdet Amerikas Süßwasser

Streusalz auf amerikanischer Straße
Die zunehmende Versiegelung durch Straßen und Parkplätze im Nordosten der USA und der deshalb steigende Bedarf an enteisendem Streusalz während des Winters bedroht in zunehmenden Maße Feuchtgebiete und Süßwasservorräte der Region.

Nach Ansicht von Forschern um Sujay Kaushal von der Universität von Maryland besteht ein direkter Zusammenhang zwischen diesen Baumaßnahmen und der ansteigenden Salinität – vor allem der Chloridgehalte – in Flüssen und Seen während der letzten dreißig Jahre. Durch Anreicherung übersteigen viele Gewässer und Grundwasserspeicher im Nordosten der Vereinigten Staaten mittlerweile die zum Schutze von Wassertieren festgelegten Grenzwerte von 250 Milligramm pro Liter. In besonders stark überbauten Stadtregionen wie etwa Baltimore werden mitunter Konzentrationen erreicht, bei denen Teile der Fauna absterben und sich die Vegetation der Lebensgemeinschaften ändert.

In den Bundesstaaten New York und Maryland konnten die Forscher Salzgehalte messen, die mit fünf Gramm Chlorid pro Liter bereits 25 Prozent der Konzentration in Meerwasser entsprechen. Und selbst in noch relativ ländlichen Bereichen – etwa in New Hampshire – hatten manche Flüsse während des Winters nur noch die Qualität von Brackwasser. Doch selbst während des Sommers sinken die Werte nicht mehr auf Normalmaß, sodass die Forscher vor schweren Folgen für die zukünftige Wasserversorgung und die Ökologie der Gewässer warnen.

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