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»Stunde der Wintervögel«: Was im Winter durch den Garten flattert

An drei Tagen im Januar zählten Freiwillige alle gefiederten Gäste am Futterhäuschen. Die Ergebnisse zeigen: Die Vögel haben die Fütterung gerade gar nicht nötig.
Ein Rotkehlchen an einem Futterplatz
In fast zwei Drittel aller Gärten wurde in diesem Jahr das Rotkehlchen gesichtet. Insgesamt kamen jedoch weniger Vögel zu den Futterhäuschen als im Vorjahr.

Wie viele Vögel besuchen die Gärten im winterlichen Deutschland? Um an Langzeitdaten zur einheimischen Vogelpopulation zu gelangen, hat der Naturschutzbund Deutschland (NABU) vor 13 Jahren seine Mitmachaktion »Stunde der Wintervögel« ins Leben gerufen. Mehr als 99 000 Menschen beteiligten sich an der diesjährigen Aktion und zählten die tierischen Besucher an Futterstellen in knapp 68 000 Gärten.

Die Ergebnisse geben schlaglichtartig Aufschluss über die Entwicklung der Gesamtpopulation. Sie verraten außerdem, welche Vogelarten seltener oder häufiger werden in Deutschland. In diesem Januar zeigten sich pro Zählpunkt im Schnitt 33,4 Vögel. Im Januar 2022 waren es noch 35,5. Insgesamt wurden vom 6. bis 8. Januar trotz Regenwetter 2,3 Millionen Vögel gesichtet.

Laut NABU-Ornithologe Martin Rümmler fänden die Vögel derzeit in der freien Natur genügend Nahrung, heißt es in einer Veröffentlichung zu den Ergebnissen der Zählung. Dementsprechend kämen sie seltener zu den Futterhäuschen. Der milde Winter habe auch dafür gesorgt, dass typische Wintergäste aus Nord- und Osteuropa nicht nach Deutschland gezogen seien, wie zum Beispiel der Bergfink. Alle Ergebnisse im Detail finden sich auf dieser Übersichtsseite.

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