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News: Süßigkeiten im Regal leben länger

Schmeckt und macht dick
Je näher dran, desto eher weg, bewiesen New Yorker Wissenschaftler. Laut ihrer Studie essen Frauen mehr als doppelt so viele Süßigkeiten aus offenen Gläsern, die in Reichweite stehen, als aus weiter weg liegenden, geschlossenen Verpackungen.

Brian Wansink und seine Kollegen von der Cornell-Universität hatten getestet, wie oft 40 ihrer Universitätskolleginnen ins Schokoladenglas greifen. Die Forscher versorgten die Frauen in deren Büros mit jeweils 30 Hershey-Küssen, einer in Amerika beliebten Sorte Schokopralinen. Diese präsentierten sie in offenen Gläsern oder noch in der Verpackung auf den Schreibtisch beziehungsweise in etwa zwei Meter Entfernung. Nachts zählten sie dann, wie viele Küsse fehlten und füllten den Bestand wieder auf.

Wie erwartet erlagen die Frauen der süßen Versuchung am ehesten, wenn sie sie offen vor Augen hatten. Von den Schreibtischen fehlten durchschnittlich 7,7 Küsse aus offenen Gläsern und 4,6 aus den geschlossenen Verpackungen. Mussten die Frauen jedoch einige Schritte gehen, um an das Naschwerk zu kommen, aßen sie 5,6 von den ausgepackten Pralinen, aber nur 3,1 von denen in der Schachtel.

Die Selbsteinschätzung der Damen allerdings überraschte die Forscher: Alle waren überzeugt, mehr Süßes gegessen zu haben, wenn sie aufstehen mussten – vielleicht einer der Gründe, warum frau seltener zugriff, wenn die Süßigkeiten weiter weg lagen, so Wansink. Schließlich glaubte sie stets, schon mehr gegessen zu haben, als das in Wirklichkeit der Fall war. Für figurbewusste Naschkatzen heißt das: Ab ins Regal mit kalorienreichen Aufmerksamkeiten!

Wesentlich effektiver umgehen übrigens Japanerinnen die Gefahren des heutigen Valentinstags: Sie drehen den Spieß um und überraschen ihre männlichen Angebeteten, aber auch Kollegen und Vorgesetzte mit Süßkram.

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