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Superstürme: Super-Hurricane vor Mexiko und Kalifornien?

Das Klimaphänomen El Niño führt warmes Wasser in den Ostpazifik - und füttert damit zukünftige Superstürme
Sturmsystem vor der US-Westküste

Im November 2013 sprengte der Supertaifun Haiyan die Maßstäbe: Der pazifische Wirbelsturm war weit stärker als selbst in der höchsten Kategorie 5 vorgesehen. "Das führte zu Überlegungen, die Internationale Skala auf sechs Stufen auszudehnen", erklärt Fei-Fei Jin von der Universität Hawaii. Nach den Ergebnissen des Forschers könnte das tatsächlich nötig werden: Zukünftige El-Niño-Ereignisse in einer wärmeren Welt könnten solche Superstürme an den Küsten Mexikos und den USA regelmäßig entstehen lassen – dank einer bisher unbekannten Wärmequelle.

El Niño transferiert Wärme in die hohen Breiten | Die Abbildung zeigt die Situation etwa 2 bis 3 Jahre nach einem El Niño: Die Zusätzliche Hitze ist aus der Äquatorregion abgewandert und befeuert nun intensivere Wirbelstürme.

Bisher sind die Hurricane des Ostpazifiks weit weniger Prominent als ihre Verwandten im Atlantik, weil letztere weit mehr Wärmeenergie zur Verfügung haben. Der Ostpazifik dagegen ist recht kühl. Doch El Niño transportiert enorme Energie in die Region, die besonders große Stürme zusätzlich antreiben könnte – allerdings mit einiger Verzögerung. Während El Niño selbst ist die zusätzliche Wärme in den Tropen, außer Reichweite der Hurricane. Doch wenn sich El Niño zur kühlen La Niña wendet, muss die Hitze irgendwo hin – sie fließt in die mittleren Breiten, genau in die Zugbahn der Wirbelstürme, wo sie das Wasser unter der Oberflächenschicht zusätzlich erwärmt. Dieser Effekt begünstigt, so Jin, die Entwicklung von außergewöhnlichen Superstürmen. Denn gerade große Hurricane, fanden Forscher heraus, können Warmes Wasser in bis zu 100 Metern Tiefe anzapfen, um zusätzliche Gewalt zu gewinnen.

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