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Taifun Mangkhut: Super-Wirbelsturm bedroht die Philippinen

Stärker als Florence: Am Freitag zieht ein großer Taifun über die nördlichste Insel der Philippinen - und bedroht anschließend Hongkong.
Zwei von starkem Wind gepeitschte Palmen vor dem Hintergrund eines tropischen Waldes.

Während sich die Ostküste der USA auf den Hurrikan Florence vorbereitet, bedroht ein noch stärkerer Taifun die nördlichste Insel der Philippinen. Am Freitag wird nach aktuellen Modellen der Super-Taifun Mangkhut knapp nördlich der Insel Luzon vorbeiziehen; mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 252 Stundenkilometern entspricht Mangkhut einem atlantischen Hurrikan der Kategorie 5 und ist damit deutlich stärker als Florence. Die Behörden erwarten neben heftigen Winden vor allem schwere Schäden durch Starkregen und Überschwemmungen. In der betroffenen Region leben etwa drei Millionen Menschen, weit mehr als in den von Florence bedrohten Gebieten.

Die Philippinen gelten als das weltweit am stärksten von Wirbelstürmen bedrohte Land. Pro Jahr treffen etwa acht bis zehn tropische Zyklone auf den Archipel im Westpazifik, besonders die sehr starken Super-Taifune richten teilweise schwere Schäden an. Gleichzeitig sind die Philippinen nach wie vor eines der ärmeren Länder der Welt, ein großer Teil der Bevölkerung lebt in Regionen mit mangelhafter Infrastruktur. Immer wieder sterben hunderte oder tausende Menschen bei schweren Stürmen. So kostete der Super-Taifun Rammasun 2014 über 100 Menschen das Leben und richtete Schäden in Höhe von etwa 800 Millionen Euro an. Der Wirbelsturm Haima zerstörte 2016 auf Luzon 14 000 Gebäude.

Zugbahnen pazifischer Wirbelstürme

Fachleute des meteorologischen Dienstes der Philippinen (PAGASA) gehen jedoch nicht davon aus, dass Mangkhut derart schwere Schäden verursacht – das Zentrum des Sturms mit den stärksten Winden zieht vermutlich an Luzon vorbei. Allerdings warnen die Behörden vor Ernteschäden durch Starkregen. Nachdem das Sturmsystem an den Philippinen vorbeigezogen ist, trifft es am Wochenende vermutlich in etwas abgeschwächter Form auf Südchina nahe dem Perlflussdelta, einer der am dichtesten besiedelten Regionen der Welt; etwa 40 Millionen Menschen werden dort betroffen sein, so Fachleute.

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