Tyrannosaurus rex: Das »Gus« genannte T.-rex-Fossil wird zum teuersten Dinosaurier

Ein Tyrannosaurus-rex-Fossil namens »Gus« wurde am Dienstag zum teuersten Dinosaurier, der jemals auf einer Auktion verkauft wurde.
Gus wurde für 50 130 000 Dollar verkauft – weit über dem zuvor vom Auktionshaus Sotheby’s festgelegten Schätzpreis von 20 bis 30 Millionen Dollar.
Das Skelett ist etwa 12,5 Fuß (3,8 Meter) hoch und etwa 38 Fuß lang – allein der Schädel des Dinosauriers ist laut Sotheby’s rund 4,5 Fuß lang und wiegt so viel, dass er separat transportiert werden muss. (Der Schädel, der auf dem fossilen Skelett montiert ist, das derzeit im Auktionshaus ausgestellt wird, ist eine Nachbildung.) Das Skelett ist schätzungsweise zu etwa 61 Prozent vollständig, und laut Sotheby’s gehört es damit zu den vollständigsten T.-rex-Fossilien, die je gefunden wurden.
»Gus« ist laut dem Auktionshaus insofern ungewöhnlich, als das Fossil einige sogenannte Gastralia-Knochen aufweist. Gastralia, auch als »Bauchrippen« bekannt, sind frei schwebende Knochen in der Bauchwand. Sie kommen auch heute noch bei bestimmten Reptilien wie Krokodilen und Tuataras vor.
Das Fossil wurde 2021 auf einer Ranch in South Dakota entdeckt. Es wird auf ein Alter von etwa 67 Millionen Jahren geschätzt. Die Knochen weisen Bissspuren anderer Tyrannosaurier auf, und laut Sotheby’s könnten diese »entweder durch Kämpfe oder durch Aasfresser nach dem Tod entstanden sein«. Gus weist laut Angaben des Auktionshauses zudem Anzeichen von »Verletzungen auf, die während des Lebens des Tieres entstanden sind; an mehreren Rippen und Gastralien sind gebrochene und verheilte Knochen erkennbar«.
Der Wert von Gus übertrifft den von »Stan«, einem weiteren T.-rex-Fossil, das in South Dakota gefunden wurde, im Oktober 2020 für 31,8 Millionen Dollar verkauft wurde und sich nun in einem Geschichtsmuseum in Abu Dhabi befindet, sowie den Stegosaurus »Apex«, der 2024 vom Milliardär Ken Griffin für 44,6 Millionen Dollar erworben wurde. Gus ging an einen unbekannten Telefonbieter.
Wissenschaftler kritisieren seit Langem die Praxis, Dinosaurierfossilien wie diese zu versteigern. Forscher argumentieren, dass die Erlaubnis für private Käufer, solche Exemplare zu besitzen, Paläontologen die Möglichkeit nimmt, sie zu untersuchen. Und die extrem hohen Preise, die für die Fossilien erzielt werden, bedeuten, dass die meisten Museen oder akademischen Einrichtungen in einem Bieterwettstreit nicht mithalten können.
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