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News: Täglich eine halbe Stunde Bewegung lässt die Waage stagnieren

Wer täglich mindestens eine halbe Stunde flott spazieren geht, hält erfolgreich das Körpergewicht – selbst wenn er oder sie sonst zu den Stubenhockern zählen. Bei verstärkter Anstrengung wie Joggen statt Gehen oder ausgedehnteren Strecken beginnt die Anzeige der Waage gar zu sinken, berichten Forscher der Duke University, selbst wenn die Ernährungsgewohnheiten beibehalten werden.

Cris Slentz und seine Kollegen hatten 120 eher bewegungsfaule Teilnehmer einem achtmonatigen Fitnessprogramm unterworfen: Auf Laufbändern absolvierten die Probanden unter strenger Beobachtung ihre jeweiligen Runden entweder gehend oder laufend. Und während die Angehörigen der Kontrollgruppe, die weiterhin keine zusätzlichen körperlichen Anstrengungen unternahmen, im Laufe der Zeit um 1,1 Prozent an Gewicht zulegten, blieb bei den Spaziergängern mit einer Wochenleistung von 19 Kilometern die Waage konstant beziehungsweise sank um ein gutes Prozent, bei den Joggern sogar um 3,5 Prozent. Während des gesamten Untersuchungszeitraums veränderten die Freiwilligen ihre Ernährungsgewohnheiten nicht.

Gleichzeitig zeigte sich bei den Sportlern, die sich mehr als 19 Kilometer pro Woche bewegten – egal, ob gehend oder joggend – eine deutlichere Zunahme der Muskelmasse im Verhältnis zum Gesamtgewicht, die aber auch bei geringerer Anstrengung immerhin mit 0,7 Prozent zu Buche schlug. Mit der Aktivität sank auch der Körperfettgehalt der Probanden: bei den Spaziergängern mit Standardprogramm um zwei Prozent, bei den Joggern mit normaler Wochenleistung um 2,6 Prozent und bei den Joggern mit ausgedehnterem Trainingsprogramm sogar um fünf Prozent.

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  • Quellen
Archives of Internal Medicine 164: 31–39 (2004)

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