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News: Teil eines historischen mathematischen Problems gelöst

Die 22-jährige Mathematikerin Elin Oxenhielm von der Universität Stockholm hat offenbar den zweiten Teil von David Hilberts mathematischem Problem Nummer 16 gelöst, bei dem es unter anderem um die "Maximalzahl und die Lage poincaréscher Grenzzyklen von nichtlinearen Differenzialgleichungen" geht.

Nach eigener Aussage brauchte Oxenhielm nur wenige Stunden für die Lösung des Problem, nachdem sie es in für sie griffiger Form formuliert hatte. Es sei jedoch schwierig, den Lösungsweg Nicht-Mathematikern zu veranschaulichen. Dennoch könne ihre Arbeit praktischen Nutzen abwerfen, da sich damit eventuell Simulationen komplexer Systeme beispielsweise der globalen Erwärmung oder wirtschaftlicher Prozesse verbessern ließen. Oxenhielm geht davon aus, dass sich nun auch der Rest von Hilberts 16. Problem lösen lässt.

Der deutsche Mathematiker David Hilbert (1862-1943) hielt im Jahr 1900 auf dem Internationalen Mathematikerkongress zu Paris einen Vortrag, in dem er 23 ungelöste Probleme anführte, die seiner Meinung nach die Mathematik des neuen Jahrhunderts bestimmen werden. Mittlerweile sind nur noch drei der Aufgaben ungelöst, darunter auch die so genannte Riemannsche Vermutung, einem der wichtigsten offenen Probleme der Mathematik, und eben jenes "Problem der Topologie algebraischer Kurven und Flächen", das seiner Zählung nach die Nummer 16 trägt.

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  • Quellen
Nonlinear Analysis 10.1016/j.na.2003.10.002 (2003), Abstract

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