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News: Tierbestand auch ohne Bejagung unverändert

Der Tierbestand in einem 2.250 Hektar großen Revier im Kärntner Teil des Nationalparks Hohe Tauern, in dem seit 1991 Rotwild nicht mehr und Gemsen nur noch geringfügig bejagt werden, hat sich kaum verändert. "Keine erkennbaren Veränderungen bei Hirsch und Gams", lautet die Kernaussage der Zwischenbilanz, die vom WWF und der Wildbiologischen Gesellschaft München am 16. März 1998 in Mallnitz präsentiert wurde.
Trotz Einstellung der Jagd im Revier Lassacher Alpe/Seebachtal im sei es weder zu einem dramatischen Anwachsen der Gamspopulation, seuchenhaften Erkrankungen oder großen Wildschäden gekommen, betonten die Tierschützer. Während Rotwild überhaupt nicht mehr bejagt wird, werden gemäß Abschlußplan pro Jahr sechs Gemsen erlegt. Vor 1991 waren es noch rund 40 gewesen.

Derzeit gibt es im WWF-Revier rund 350 Gemsen. Diese Population liefert einen jährlichen "Überschuß" von etwa 60 Tieren, die in andere Reviere abwandern würden, wurde seitens des WWF betont. Endgültige Schlüsse werde man aber erst nach Abschluß der Beobachtung im Jahr 2000 ziehen.

Im Jahre 1997 wurden im Revier 42 Hirsche gezählt, um sechs weniger als im Vorjahr, jedoch um drei mehr als 1995. Der Bestand an weiblichen Tieren sei unverändert geblieben. Insgesamt sind es zwischen 60 und 70 Stück Rotwild, die sich während des Sommers in dem hochalpinen Seebachtal einfinden. Zur Brunft Ende September verlassen sie jedoch laut WWF die schneereiche Gegend und ziehen in tiefer gelegene Regionen.

"Nichts deutet darauf hin, daß es in absehbarer Zeit zu Problemen aufgrund der Einstellung der Jagd kommen wird", resümiert der WWF. Das Modellprojekt stelle auch einen wesentlichen Baustein in der internationalen Anerkennung des Nationalparks dar. Seit Projektbeginn 1991 wurden vom WWF in den Hohen Tauern weitere neun Wildruhegebiete eingerichtet, die vom Nationalpark gepachtet wurden.

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