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Tierische Kühltechniken: Kurzschnabeligel schnäuzen gegen die Hitze

Die meisten Menschen gehen zu dem Schleim, der aus ihrer Nase kommt, lieber auf Abstand. Kurzschnabeligel nutzen ihn geschickt – um sich abzukühlen.
Wärmebild eines Kurzschnabeligels
Um die Kühlstrategie der Tiere zu enthüllen, sammelten die Forscher Daten mit Wärmebildkameras.

Schwitzen, lecken, hecheln: Im Lauf der Evolution haben Tiere eine ganze Reihe von Strategien entwickelt, um ihre Körpertemperatur zu regulieren und sich bei Hitze abzukühlen. Eine besonders skurrile Taktik verfolgen Kurzschnabeligel (Tachyglossus aculeatus): Die Eier legenden Säugetiere, die vor allem in Australien heimisch sind, blasen kleine Schleimbläschen aus ihrer Nase heraus, die dann an der Nasenspitze zerplatzen und diese befeuchten. Durch die Verdunstungskälte, die im Anschluss entsteht, kühlen die Tiere bei hohen Temperaturen ihr Blut ab, wie Christine Elizabeth Cooper und Philip Carew Withers von der Curtin University im westaustralischen Perth im Fachmagazin »Biology Letters« berichten.

»Wir haben außerdem herausgefunden, dass ihre Stacheln eine flexible Isolierung bieten, um die Körperwärme zu speichern. Ebenso können sie Wärme über die stachellosen Bereiche am Bauch und den Beinen abgeben«, erklärt Cooper in einer Pressemitteilung der Universität. »Das bedeutet, dass diese Bereiche als Wärmefenster fungieren, die einen Wärmeaustausch ermöglichen.«

Für ihre Studie stellten die beiden Forscher in zwei australischen Naturschutzgebieten Wärmebildkameras auf. An insgesamt 34 Tagen sammelten sie so über das ganze Jahr hinweg Daten von 124 Kurzschnabeligeln.

Die Ergebnisse der Untersuchung würden zeigen, dass die Tiere mit wärmeren Umgebungstemperaturen zurechtkämen als bislang angenommen, sagt Cooper. Das sei auch mit Blick auf den Klimawandel von Interesse, der die globalen Temperaturen immer weiter ansteigen lässt.

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