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News: Tiroler Archäologen melden sensationelles Ausgrabungsergebnis im Irak

Bisherige Rekonstruktionen des Turms von Babylon beruhen auf falschen Interpretationen
Ein "sensationelles Ergebnis" bei Ausgrabungen im Irak meldeten Wissenschaftler des Instituts für Sprachen und Kulturen des Alten Orients der Universität Innsbruck am Dienstag. Wie die Professorin Helga Trenkwalder der APA mitteilte, sei in Birs Nimrud, dem früheren Borsippa, der Beweis gelungen, daß die bisherigen Rekonstruktionen des Turms von Babylon auf falschen Interpretationen beruhten. Die äußere Form des Stufenturmes sehe ganz anders aus.

Nach Angaben Trenkwalders habe der Turm eine niedrigere erste und eine höhere zweite Stufe. Auf den einzelnen Stufen, die mit blau glasierten Ziegeln verziert waren, liegen Heiligtümer aus Lehm.

Im Hauptheiligtum von Borsippa, einem der größten Tempel Babyloniens, konnte ein bisher unentdeckter Seitenflügel in Teilen freigelegt werden. Halbsäulen gliedern die imposante Außenwand. Geweiht ist dieser Tempel dem Gott der Weisheit und Schrift, Nabu.

Grabungen österreichischer Forscherteams finden im heutigen Birs Nimrud seit 1980 statt, wobei die Reste des Stufenturmes freigelegt wurden. Die Wissenschafter gehen dabei davon aus, daß Borsippa und das 50 Kilometer südlich gelegene Babylon Schwesterstädte waren, die Türme daher gleich konstruiert waren. Von dem ursprünglich 80 Meter hohen Turm sind heute noch 50 Meter erhalten. Die Grundfläche des Bauwerkes beträgt 90 mal 90 Meter.

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