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Meeresbiologie: Traditionelle Fischerei-Methoden zerstören Korallenriffe

Einer britischen Studie zufolge bedroht nicht nur die kommerzielle, sondern auch die traditionelle Fischerei Korallenriffe. Durch die Entnahme wichtiger Fressfeinde des Korallen fressenden Dornenkronenseesterns wird eine Kettenreaktion in Gang gesetzt, die zum Absterben gesunder Korallenstöcke führt. Stattdessen breiten sich Algen ungehemmt aus.

In einer zweijährigen Studie hatten Wissenschaftler der Universitäten in Tyne und in Oxford die Auswirkungen traditioneller Fischerei-Methoden vor dreizehn verschiedenen Fiji-Inseln untersucht. In den stärker befischten Zonen wurden die Fressfeinde des Seesterns, wie etwa Napoleon- und Drückerfische, um beinahe zwei Drittel dezimiert, woraufhin die Population des Seesterns regelrecht explodierte. Vor einer der Inseln beobachteten die Wissenschaftler, wie sich innerhalb eines Jahres anstelle der Korallen Algen ausbreiteten und schließlich mehr als die Hälfte des Riffs bedeckten.
06.05.2004

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 06.05.2004

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  • Quellen
Ecology Letters 7: 410–416 (2004), Abstract

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