Direkt zum Inhalt

SETI-Projekt: Turbo für die Suche nach Außerirdischen

Bald werden Astronomen mit einem neuen Radiowellen-Observatorium nach den Spuren intelligenten Lebens suchen. Und auch die NASA könnte aus ihrem Winterschlaf erwachen.
Radioteleskope vor Sternenhimmel

Seit dem Jahr 1993 gibt die US-Raumfahrtbehörde NASA kein Geld mehr für die Suche nach außerirdischen Zivilisationen aus. Aber seit einiger Zeit erlebt die Suche nach intelligentem Leben im Weltall einen Aufschwung: Die 100 Millionen Dollar schwere »Breakthrough Listen«-Initiative des Milliardärs Juri Milner treibt seit Jahren die gezielte Suche nach extraterrestrischen Botschaften voran. Und nun könnte es erstmals seit 25 Jahren auch von staatlicher Seite wieder Geld geben: Der US-Kongress diskutiert derzeit, der NASA 20 Millionen Dollar für die Suche nach Aliens zuzusprechen.

Der Vorstoß geht von Lamar S. Smith aus, dem Vorsitzenden des Wissenschaftsausschusses des Repräsentantenhauses. Er ist laut eigener Aussage ein großer Fan des SETI-Projekts (»Search for Extraterrestrial Intelligence«). Ein erster Gesetzesentwurf des Republikaners scheiterte allerdings im Repräsentantenhaus. Eine abgeänderte Fassung fand jedoch Zustimmung, so dass nun nur noch der Senat dem Vorhaben zustimmen muss, berichtet die Planetary Society auf ihrer Website.

Derweil will die Breakthrough-Listen-Initiative die Suche nach so genannten Technik-Signaturen in größerem Maßstab als bisher betreiben. Bislang habe man mit dem Green Bank Observatory in West Virginia und dem australischen Parkes Observatory rund 1000 Sternsysteme daraufhin abgeklopft, ob sie Funksprüche oder andere klar als künstlich zu erkennende Signale abgeben, berichteten Vertreter der Initiative auf einem Workshop in Houston, Texas. In den kommenden fünf Jahren wolle man eine Million weitere Sonnen absuchen, wozu man unter anderem Beobachtungszeit am frisch errichteten MeerKAT-Observatorium in Südafrika buchen will. Es besteht aus 64 je 13,5 Meter großen Radioschüsseln, die sich zusammenschalten lassen.

Lesermeinung

Wenn Sie inhaltliche Anmerkungen zu diesem Artikel haben, können Sie die Redaktion per E-Mail informieren. Wir lesen Ihre Zuschrift, bitten jedoch um Verständnis, dass wir nicht jede beantworten können.

Partnervideos