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Chemtrails & Co: Stress macht nicht anfälliger für Verschwörungstheorien

Menschen, die psychisch belastet sind, glauben nicht eher an Verschwörungstheorien als andere.
Eine Person steht in einem dunklen Raum und schaut durch die Jalousien eines Fensters nach draußen. Die Szene ist von hinten beleuchtet, wodurch die Silhouette der Person hervorgehoben wird. Die Jalousien sind leicht geöffnet, sodass Lichtstrahlen in den Raum fallen.
Wer kruden Vorstellungen anhängt, ist dabei oft seelisch gesund.

Einer verbreiteten Sichtweise zufolge sind Menschen, die unter Stress und psychischen Problemen leiden, anfälliger für Verschwörungsglauben. Eine neue Längsschnittstudie aus Neuseeland stellt diesen Zusammenhang jedoch infrage. Ein Team um Nick Fox von der Massey University in Auckland fragte über sieben Monate hinweg fast 1000 Erwachsene aus Australien, Neuseeland und Großbritannien monatlich nach Anzeichen psychischer Störungen. Auch wie stark die Befragten an elf verschiedene Verschwörungstheorien glaubten, wurde regelmäßig erfasst – etwa an die Existenz von »Chemtrails«; daran, dass Pharmafirmen die Risiken von Impfstoffen absichtlich vertuschen; oder dass eine mächtige und im Verborgenen agierende Elite die Weltherrschaft in Form einer »New World Order« anstrebt.

Insgesamt zeigte sich jedoch kein Einfluss von Stress oder anderer seelischer Belastung auf die Anfälligkeit für solche Ideen. Lediglich eine erhöhte Ängstlichkeit ging mit einem leicht stärkeren Glauben an Verschwörungserzählungen einher.

Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass psychisches Leid keine wesentliche Triebfeder für Verschwörungsglauben ist. Demnach stimme auch die Vorstellung nicht, mit psychologischen Interventionen wie Trainings zur Stressreduktion gegen Verschwörungstheorien angehen zu können.

  • Quellen
Fox, N. D. et al., Clinical Psychological Science 10.1177/21677026251370092, 2025

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