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Primzahlen : Über sieben Millionen Stellen ohne Teiler

Die größte bekannte Mersennesche Primzahl hat ein deutscher Augenarzt gefunden. Martin Nowak ließ seine Computer im Rahmen des Programms Great Internet Mersenne Prime Search (GIMPS) in ihrer "Freizeit" Zahl auf Zahl testen. Mit Erfolg: Nach 50 Tagen Rechenzeit meldete sein Pentium 4, dass 225964951-1 eine Primzahl ist. Ein neuer Rekord mit 7 816 230 Stellen.

Mersennesche Primzahlen verdanken ihren Namen dem französischen Mönch Marin Mersenne, der im 17. Jahrhundert diese besonderen Zahlen studierte. Sie alle haben die Form 2n-1, aber nicht jedes n liefert damit eine Primzahl. Die Herausforderung besteht darin zu beweisen, ob eine solche Zahl prim ist oder sich doch durch eine andere Zahl teilen lässt. Was in früheren Zeiten noch im Kopf und auf dem Papier geprüft wurde, erledigen längst Computer. Mit dem Einsatz kostenloser Programme beteiligen sich tausende Mathematik begeisterte Amateure über GIMP an der Suche. Außer Spaß sowie im Erfolgsfalle Ruhm und Ehre lockt auch ein handfester Geldpreis: 100 000 Dollar erhält der Finder der ersten Mersenneschen Primzahl mit über 10 Millionen Stellen. Die stolze Summe wartet auch nach der neuesten Entdeckung noch auf ihren Gewinner.
01.03.2005

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 01.03.2005

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