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Vorsorge: Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft doch ohne Risiko?

Eine australische Studie widerspricht Bedenken, dass mehrfache Ultraschalluntersuchungen während der Schwangerschaft sich negativ auf die Entwicklung des Kindes auswirken. Bei Langzeituntersuchungen an etwa 2700 Kindern stellten die Forscher um John Newnham von der Universität von Western Australia im Alter von acht Jahren keine körperlichen Unterschiede fest. Auch Sprachentwicklung, Verhalten und neurologische Merkmale zeigten keinen Zusammenhang mit der Zahl von Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft.

Vor zehn Jahren hatte eine Untersuchung bei Neugeborenen eine Wachstumshemmung bei Kindern festgestellt, deren Mütter mehrmals mit Ultraschall untersucht worden waren. Newnham und seine Kollegen haben die körperliche und geistige Entwicklung dieser Kinder in den folgenden Jahren verfolgt. Sie schließen nun, dass Ultraschalluntersuchungen vielleicht das Wachstum des Fötus im Mutterleib beeinflussen können, sich jedoch nicht langfristig auswirken.

In Deutschland werden in der Regel drei Ultraschalluntersuchungen während der Schwangerschaft gemacht: Die erste zwischen der 9. und der 12. Schwangerschaftswoche, bei der es vor allem darum geht zu erkennen, ob es sich um eine Einlings- oder Mehrlingsschwangerschaft handelt; die zweite zwischen der 19. und der 22. Schwangerschaftswoche, bei der auf kindliche Fehlbildungen kontrolliert wird; und eine dritte zwischen der 29. und der 32. Schwangerschaftswoche, die sich vorwiegend um Hinweise auf eine Mangelernährung oder eine anomale Lage des Kindes dreht.
04.12.2004

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 04.12.2004

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