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Jerusalem: Unesco will Grabung am Tempelberg begutachten

Scharfer Protest aus muslimischen Ländern hatte in den vergangenen Wochen dafür gesorgt, dass die israelische Antikenbehörde ihre Bauarbeiten in der Nähe des Jerusalemer Tempelbergs inzwischen einstellte. Die als Begleitmaßnahme gedachten Ausgrabungen gehen indes unvermindert weiter. Mit einem eigenen Expertenteam will sich die Unesco nun vor Ort Klarheit über die Situation verschaffen.

Eine solche Mission sei die beste Reaktion angesichts der gegenwärtigen Lage, erklärte der Generalsekretär der Kulturorganisation, Koichiro Matsura. Sie könne dazu dienen, "Spannungen zu verringern und ein vertrauensvolles Klima" zwischen den Parteien wieder herzustellen und so einen Dialog zu ermöglichen.

Die Organisation will die Experten so schnell wie möglich – voraussichtlich schon Anfang nächster Woche – nach Israel entsenden. Als ihr Leiter steht bereits der Direktor des Unesco-Weltkulturerbe-Programms Francesco Bandarin fest.

Der Tempelberg, arabisch al-Haram asch-Scharif genannt, steht auf der Roten Liste der bedrohten Weltkulturgüter. Bei den geplanten Bauarbeiten sollte eine zerstörte Fußgängerbrücke außerhalb des eigentlichen Tempelbezirks repariert werden.

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