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Kosmische Objekte: Ungewöhnliche Sternexplosion kann rätselhafte Gammablitze erklären

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Ein explodierter Stern mit ungewöhnlichen Merkmalen könnte dazu beitragen, eine bislang rätselhafte Klasse von Gammastrahlenblitzen im All besser zu verstehen, glaubt ein Astronomenteam um Stefano Valenti von der Queens University in Belfast. Demnach könnten die so genannten langen Gammastrahlenblitze tatsächlich aus "düsteren" Supernovae herrühren. Diese Möglichkeit war bislang zwar theoretisch begründet, nicht aber durch Beobachtungen erhärtet.

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SN 2008ha | Als Prototyp einer neuen Supernova-Art hat sich SN 2008ha entpuppt. Die Sternexplosion fand in einer 67 Millionen Lichtjahre entfernten Galaxie statt. Das Foto entstand am 2,2-Meter-Teleskop der Max-Planck-Gesellschaft auf dem Calar Alto.
Das Team beobachtet an der Supernovae SN 2008ha in 67 Millionen Lichtjahren Entfernung nun die von der Theorie geforderten Eigenschaften, die beim Entstehen eines langen Gammastrahlenblitzes zusammenkommen müssten: Das Objekt sei offenbar eine schwach leuchtende Supernova, die durch den Kernkollaps eines sieben bis neun Sonnenmassen großen Vorläufersterns entstand und um den herum Wasserstoff zudem fast völlig fehlt. Bisher waren nur wasserstoffreiche düstere Supernovae bekannt sowie wasserstofffreie Objekte, die aus massereichen Wolf-Rayet-Sternen entstanden, deren stellare Winde ihre H2-Hülle ins All geblasen haben.

Die mysteriösen langen, also etliche Sekunden andauernden, kosmischen Gammablitze gehen von nahen, dunklen Objekten aus, die nicht von H2 umgeben sein können, weil ausgedehnte Wasserstoffhüllen die Bildung von Gammablitzen verhindern würden. Die Existenz von SN 2008ha erhärtet die Vorstellung, dass sich wasserstoffarme, leuchtschwache Supernovae hinter ihnen verbergen.

Jan Osterkamp

© spektrumdirekt

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