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Titanic: Untergang der Gentlemen

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Als die "RMS Titanic" am 14. April 1912 einen Eisberg rammte und langsam zu sinken begann, drängten mehr als 2000 Passagiere nach den 20 Rettungsbooten des Luxusdampfers. 704 schafften es irgendwie und überlebten die Katastrophe.

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Selbst als die Titanic ... | ... sank, bewiesen britische Gentlemen ihre guten Manieren – und ließen Frauen und Kinder zuerst in die Rettungsboote. Für viele englische Männer bedeutete dies den sicheren Tod.
Doch das Schicksal schlug nicht wahllos zu. So finden sich auf der Liste der Toten seltsamerweise überdurchschnittlich viele männliche Briten. Jetzt will Bruno Frey von der Universität Zürich den Grund dafür herausgefunden haben. Er glaubt: Die britischen Gentlemen hatten selbstlos Frauen und Kindern den Vortritt gelassen.

Ganz anders verhielten sich offenbar die männlichen Passagiere aus Amerika, von denen anteilsmäßig am meisten überlebten. Offenbar lag ihnen das eigene Leben näher als das der anderen: "Anfang des 20. Jahrhunderts waren die Amerikaner nicht sehr kultiviert, während die Engländer gute Manieren an den Tag legten", erklärt Frey, der gemeinsam mit australischen Kollegen die Passagierlisten der Titanic ausgewertet hat. Als die amerikanischen Männer in die Boote preschten, "neigten die Briten dazu, sich in die Schlange zu reihen.”

Gemessen an der Zahl der Passagiere aus Großbritannien und den USA, lag die Zahl der überlebenden Amerikaner 15 Prozent über jener der Briten. Auch die irischen und schwedischen Männer hatten mehr "Glück" als die Engländer. Alles in allem war unter den Überlebenden nur jeder fünfte ein Mann. 80 Prozent der Geretteten waren Frauen und Kinder.

Andreas Margara

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