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Umweltverschmutzung: Ursprung der braunen Smogwolken

Braune SmogwolkenLaden...
Pünktlich zu den Olympischen Spielen letzten Sommer sagte Chinas Regierung dem Smog in Peking den Kampf an und verfügte ein Fahrverbot für die 3,3 Millionen Autos der Hauptstadt. In einer Metropole mag diese Maßnahme sinnvoll sein, doch die braunen Rußwolken, die im Winter über ganz Südasien und dem Indischen Ozean hängen, stammen nicht primär von Autoabgasen.

Zu diesem Ergebnis kamen jetzt Wissenschaftler um Örjan Gustafsson von der Universität Stockholm, als sie die Herkunft der Schwebteilchen per Analyse der Kohlenstoff-Isotope genauer untersuchten. Demnach stammen zwei Drittel der Winter-Monsun-Aerosole aus der Verbrennung von Biomasse wie Holz oder Tierdung. Eingeatmet sind die rußartigen Partikel krebserregend, und viele tödlich verlaufende Herzkreislauf- und Atemwegserkrankungen in China und Indien werden darauf zurückgeführt.

Um den Smog wirksam einzudämmen, dürfte laut Gustafsson und seinen Kollegen deshalb nicht nur bei der Verbrennung fossiler Treibstoffe angesetzt werden. Vielmehr gelte es auch, die Armut zu bekämpfen, um die Verbrennung von Biomasse in den Wohnhäusern einzuschränken. Außerdem müsste der Ausstoß von Kohlestaub aus indischen Kraftwerken verringert werden. Da die Partikel der braunen Wolken nur Tage oder Wochen in der Atmosphäre verbleiben, bestehe Hoffnung, dass solche Maßnahmen schnell greifen.

Sandra Czaja

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