Direkt zum Inhalt

News: Verhindert Kontakt mit Erregern Autoimmunkrankheiten oder Allergien?

Für Diabetes Typ I und andere Autoimmunkrankheiten anfällige Mäuse bleiben gesund, wenn sie als Neugeborene abgetöte Bakterien injiziert bekommen. Diese "Impfung" verhindere, dass sich im Körper der Tiere übermäßig viele spezielle T-Zellen bilden, die körpereigenes Gewebe angreifen, berichten Nora Sarvetnick vom Scripps Research Institute und ihre Kollegen.

Das Immunsystem der anfälligen Nager zeichnet sich dadurch aus, dass es zu wenig T-Gedächtniszellen produziert. Diese Lücke in der Immunzellen-Ausstattung füllen sonst nicht so zahlreich vorkommende aggressive T-Zellen vom Typ CD4+ und CD8+, die im Falle von Diabetes Typ I die Bauchspeicheldrüse zerstören. Die Ergebnisse lassen vermuten, dass ein früher Kontakt mit Toxinen oder Erregern dieses Ungleichgewicht im Immunsystem der Betroffenen verhindern oder zumindest schmälern könnte, sagen die Forscher.

Die sich übermäßig vervielfältigenden T-Zellen präsentierten außerdem alle das Molekül Interleukin 21, das bisher nicht mit Autoimmunkrankheiten in Verbindung gebracht wurde. Das zuständige Gen sitzt jedoch genau in jenem Erbgutabschnitt, der die Mäuse anfällig für Diabetes macht. Es könnte sich daher als möglicher Angriffspunkt für neue Therapieverfahren eignen.

Schreiben Sie uns!

Wenn Sie inhaltliche Anmerkungen zu diesem Artikel haben, können Sie die Redaktion per E-Mail informieren. Wir lesen Ihre Zuschrift, bitten jedoch um Verständnis, dass wir nicht jede beantworten können.

  • Quellen
Cell 117: 265–277 (2004)

Partnerinhalte