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Medizin: Vitamine verursachen erhöhte Cholesterinwerte

Die Vitamine E und C sowie Beta-Karotin können einen wichtigen Fett abbauenden Stoffwechselweg abschalten und dadurch zu erhöhten Blutwerten von „schlechtem“ Cholesterin (LDL) führen. Wie Wissenschaftler der Universität New York in Experimenten an Mäusen zeigten, blockieren die Vitamine den in der Leber unter oxidativem Stress eingeleiteten Abbau von ApoB100, einem wichtigen Bestandteil der Vorläuferform des LDLs. Dadurch entstehen höhere Mengen der Arteriosklerose verursachenden LDL-Cholesterin-Transportform im Blut.

Beim Einsatz entsprechender Vitamine gegen oxidativen Stress sollten neben den angenommenen gesundheitsfördernden Wirkungen, etwa einer Schutzfunktion der Bauchspeicheldrüse vor den Folgen von Diabetes, stets auch mögliche negative Effekte in allen Bereichen des Körpers bedacht werden, schlussfolgern die Wissenschaftler aus ihrer Studie.
05.05.2004

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 05.05.2004

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  • Quellen
Journal of Clinical Investigation 113: 1277–1287 (2004)

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