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Vulkanausbruch: Vulkan Bardarbunga in Island ausgebrochen

Seit Tagen rumort es in Island. Seit Mitternacht schießen nun auch Lavafontänen auf einem Kilometer Länge aus der Erde.

Gestern (am 28. August) gegen Mitternacht ist der Vulkan Bardarbunga auf eisfreiem Gebiet ohne größere Aschewolken ausgebrochen. Lavafontänen schießen auf einem Kilometer Länge im Lavafeld Holuhraun zwischen dem Bardarbunga und dem Askja-Vulkan aus der Erde. Die Spalteneruption verlief jedoch laut Krisenzentrum in Island bisher ruhig und ohne Explosion.

Das Meteorologische Institut Islands (IMO) war bereits seit Tagen in Alarmbereitschaft: 250 Millionen Kubikmeter Magma breiteten sich unterirdisch vom Bardarbunga Richtung Norden aus. Seit Samstag wird Island daher von Beben mit Werten von bis zu 5,7 auf der Richterskala erschüttert. Die größte Sorge ist bei den isländischen Gletschervulkanen immer eine Eruption unter dem Eis. Diese wäre vermutlich sehr explosiv gewesen und hätte Flutwellen und riesige Wasserdampfwolken zur Folge gehabt.

Experten des IMO vor Ort schätzen die Eruption als eher unbedeutend ein. Die Lava fließt nach Südosten in unbewohntes Gebiet, dennoch sind Straßensperren vor allem für neugierige Touristen ausgeweitet worden. Auch ohne Aschewolken verhängten die Behörden ein begrenztes Flugverbot der Stufe Rot, das heißt im abgesperrten Gebiet ist kein Instrumentenflug erlaubt. Mit einer weiträumigen Sperrung des Luftraums wie beim Ausbruch des Eyjafjallajökull 2010 ist jedoch nicht zu rechnen.

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