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Zoologie: Walhaie tauchen tiefer als gedacht

Die größten Fische der Welt, die Walhaie, tauchen tiefer und länger als bislang vermutet. Dies ermittelten Wissenschaftler der Wildlife Conservation Society, nachdem sie ein Tier mit einer Sonde versehen hatten, die Wanderwege und Tauchfahrten des Hais über 206 Tage aufzeichnete.

Der Walhai war während dieser Zeit in Wassertiefen von rund 980 Meter abgetaucht und hatte dabei Temperaturschwankungen von fast dreißig Grad mitgemacht. Der Hai ging regelmäßig zweimal täglich in die Tiefe, hielt sich aber nachts in den obersten Wasserschichten auf. Dabei folgte das Tier den Schwärmen der Leibspeise von Walhaien, den Cubera-Schnappern, die bei Vollmond massenhaft im oberflächennahen Wasser ablaichen und sich dabei zu dichten Gruppen zusammenrotten.

Die mit bis zu 20 Meter Länge riesigen Walhaie, Rhicodon typus, ernähren sich anders als andere Hai-Arten ausschließlich von schwebenden und kleinen schwimmenden Organismen wie Plankton und kleinen Fischen. Ihre dicke, temperaturisolierende Fettschicht hatten sich Forscher bei den in tropischen Breiten heimischen Tieren bislang nicht recht erklären können. Nun sei klar, dass sie die Tiere in ozeanischen Tiefen mit Temperaturen von wenigen Grad über Null zustatten kommt, so die Forscher.
28.09.2005

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 28.09.2005

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