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News: Was passiert, wenn...

...der Kohlendioxid-Gehalt der Luft ansteigt? Die Pflanzen werden besser wachsen. Und was noch? - Möglicherweise werden einige Insekten an falscher Ernährung zugrunde gehen. Denn in biologischen Systemen haben die Folgen von Folgen manchmal auch noch ihre Folgen und so fort.
Der Biologe Peter Stiling von der University of South Florida führte Experimente mit verschiedenen Arten von Miniermotten durch. Deren Larven fressen sich Tunnel innerhalb des Blattgewebes und schädigen so die Pflanze. Stiling und seine Mitarbeiter interessierten jedoch weniger die lebenden als die toten Tiere und vor allem deren Todesursache. Sie konnten anhand der Fraßgänge unterscheiden, ob eine Miniermotte im Blatt eingegangen war, von einem Räuber wie einer Spinne oder Ameise gefressen wurde oder einer parasitischen Wespe zum Opfer fiel, deren Larve in der Falterraupe heranwuchs.

Die Forscher zogen die Miniermotten in 16 oben offenen Kammern, in denen Eichen als Futterpflanzen wuchsen. In der Hälfte der Kammern war die Kohlendioxid-Konzentration auf dem normalen Wert, in den anderen lag sie fast doppelt so hoch. Direkt schadete die erhöhte Gasmenge den Raupen nicht. Dennoch starben doppelt so viele Larven in den CO2-reichen Kammern, nämlich zehn Prozent. Stiling nimmt an, daß die Tiere aufgrund einer Mangelernährung in ihren Gängen verendeten. Die Pflanzen wuchsen wegen des zusätzlichen Kohlendioxids zwar schneller und wurden größer, waren aber wegen des geringeren relativen Stickstoffgehalts weniger nahrhaft. "Es sieht so aus, als hätten erhöhte CO2-Konzentrationen gleichviele direkte und indirekte Effekte", meint er.

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