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Energieerzeugung: Wasserkraft steigert Methan-Ausstoß flussabwärts

Große Staudämme in vegetationsreichen Regionen können auch flussabwärts noch dafür sorgen, dass erhebliche Mengen Methan in die Atmosphäre gelangen. Damit verschlechtert sich auch ihre Klimabilanz weiter, denn bereits aus dem angestauten Wasser selbst entweicht oft viel Treibhausgas.

Allein das nach Durchlauf der Turbinen freigesetzte Methan des brasilianischen Balbina-Damms mache bereits drei Prozent der gesamten Faulgas-Emissionen des Amazonasbeckens aus, so die Wissenschaftler Alexandre Kemenes und Bruce Forsberg vom National-Institut für Amazonasforschung in Manaus sowie John Melack von der Universität von Kalifornien in Santa Barbara. Über ein Jahr hinweg maßen sie die entsprechenden Methanverluste im Stausee, dem Turbinenaustritt und weiter flussabwärts von Balbina. Insgesamt entwichen aus dem angestauten Wasser 34 000 und anschließend weitere 39 000 Tonnen Methan.

Wasserkraftwerke im Amazonasbecken wie Balbina zogen deshalb bereits viel Kritik von Naturschützern und Wissenschaftlern, aber auch mancher Ökonomen auf sich, da unter anderem ihre Staubecken meist geflutet wurden, ohne dass die betroffenen Gebiete zuvor gerodet wurden. Die Vegetation verrottet daher im Wasser und setzt dadurch viel Methan frei, dessen Erwärmungspotenzial in der Atmosphäre 23-mal so hoch ist wie das von Kohlendioxid. (dl)
27.06.2007

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 27.06.2007

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