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News: Weibliche sexuelle Dysfunktion - eine Erfindung der Pharmaindustrie?

Weibliche sexuelle Dysfunktion sei keine Erkrankung, sondern lediglich eine Erfindung der Pharmaindustrie, behauptet Ray Moynihan vom Australian Financial Review. Nach dem wirtschaftlichen Erfolg mit dem Potenzmittel Viagra, das weltweit 17 Millionen Männer verschrieben bekamen und der Herstellerfirma Pfizer im Jahr 2001 etwa 1,5 Milliarden Euro eingebracht hatte, planen die Pharmafirmen ein ähnlich großes Geschäft auch mit Frauen, meint der Journalist.

Moynihan kritisiert weiterhin die enge Verknüpfung zwischen Pharmaindustrie und medizinischer Forschung. So würden viele wissenschaftliche Tagungen unmittelbar von der Industrie gesponsert. Diese Konferenzen dienten dann der Definition neuer Krankheiten, für die wiederum neue Medikamente produziert werden müssten.

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  • Quellen
British Medical Journal 326(7379): 45–47 (2003)

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