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Archäologie: Weiter Weg für Steine von Stonehenge

Die Steinquader, welche den innersten und damit ältesten Kreis von Stonehenge bilden, stammen aus einem im heutigen Wales gelegenen Steinbruch, knapp 400 Kilometer von der südenglischen Megalithkulturanlage entfernt. Tim Darvill und seine Mitarbeiter von der Universität Bournemouth spürten die kaum einen halben Hektar große Förderstätte in den Preseli Hills in der Grafschaft Pembrokeshire auf – diese Gegend galt schon seit längerem als mögliches Herkunftsgebiet der Blöcke von Stonehenge.

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Stonehenge | Auch wenn die Herkunft der Blausteine geklärt scheint – Stonehenge bleibt rätselhaft.
Anders als die Blöcke der äußeren Kreise von Stonehenge besteht der innere Steinkreis nicht aus Sandstein, sondern aus so genanntem Blaustein, einem basaltigen Gestein. Genau dieses Material, das an Abbruchkanten bläulich schimmert, entdeckten die Archäologen nun in der Anlage in Wales. Darvill stellte fest, dass der kleine Steinbruch über viele Jahrhunderte hinweg genutzt wurde, denn an den Felsen fanden sich Bearbeitungsspuren, etwa Bohrlöcher, die von verschieden weit entwickelten Kulturen stammen.

Aus den ältesten Spuren konnte er schließen, das die Menschen der Megalithkultur die Steinsäulen wahrscheinlich schlicht aus dem massiven Fels herausgehebelt und dann in ihrer natürlichen Form belassen haben. Als Transportweg, auf dem die mehrere Tonnen schweren Steine gegen 2500 vor Christus nach Stonehenge gelangten, vermutet Darvill einen nahe gelegenen Fluss.
28.06.2005

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 28.06.2005

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