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Astronomie: Weltraumteleskop Nancy Grace Roman ist gestartet

Am 30. August 2026 startete von Cape Canaveral das Weltraumteleskop Nancy Grace Roman an Bord einer Falcon-Heavy-Rakete erfolgreich ins All. Rund eine halbe Stunde nach dem Abheben befand sich das Teleskop auf dem Weg zu seinem Einsatzort, den es in rund drei Monaten erreichen wird. Mit ersten Bildern kann Anfang 2027 gerechnet werden.
Blick in den offenen Laderaum eines Raumfahrzeugs im Weltraum. Mehrere metallische Strukturen und Rohre sind sichtbar, die in einem kreisförmigen Muster angeordnet sind. In der Mitte befindet sich eine große, runde Öffnung mit einem schwarzen, sternförmigen Objekt. Der Hintergrund ist schwarz, was den Weltraum darstellt.
Rund eine halbe Stunde nach dem Abheben an Bord einer Falcon-Heavy-Rakete von Cape Canaveral in Florida trennte sich das Nancy Grace Roman Space Telescope von der zweiten Stufe seiner Trägerrakete und befindet sich seitdem auf dem Weg zu seinem Einsatzort.

Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat ein neues Weltraumteleskop auf den Weg ins All gebracht. Das Nancy Grace Roman Space Telescope, benannt nach einer der ersten Frauen in leitender Position bei der NASA, startete mithilfe einer Rakete der privaten Raumfahrtfirma SpaceX von Tech-Milliardär Elon Musk vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida, wie die NASA mitteilte. 

In etwa drei Monaten soll das Teleskop seine rund 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernte Umlaufbahn im Lagrange-Punkt L2 erreichen und etwa Anfang 2027 erste Bilder schicken. Das Gesamtbudget der Mission liegt bei mehr als vier Milliarden US‑Dollar. Astronomen sollen mit dem Teleskop nach Angaben der NASA etwa Exoplaneten, explodierende Sterne und Schwarze Löcher erforschen können. 

Rund eine halbe Stunde nach dem Abheben trennte sich das Weltraumteleskop von der Oberstufe seiner Trägerrakete und befindet sich seitdem auf seinem Weg zum Einsatzort. Bereits während des aktiven Flugs der Trägerrakete konnte die Bodenstation im Goddard Space Flight Center (GSFC) der NASA Telemetriedaten des Teleskops auffangen, technische Informationen, die den Zustand des Raumfahrzeugs beschreiben. Kurz nach der Abtrennung von der Rakete nahm das GSFC vollen Kontakt zum Teleskop auf. Als eine der ersten Maßnahmen wurden die Solarzellenpaneele und ein Strahlungsschutz ausgefahren. Somit ist die Stromversorgung des Roman-Teleskops gesichert. Im Jargon der NASA bedeutet dies »power positive«.

Teleskop soll mehr als 500 Terabyte an Daten pro Jahr liefern

Nancy Grace Roman funktioniert ähnlich wie das Weltraumteleskop Hubble, das bereits 1990 startete und inzwischen nur noch eingeschränkt funktionsfähig ist – allerdings ist Roman deutlich schneller und leistungsstärker: Für die Beobachtungen, die es in einem Monat durchführen kann, würde Hubble nach Angaben von NASA-Wissenschaftlern ein Jahrhundert benötigen. Hubble hat in mehr als 35 Jahren rund 400 Terabyte an Daten gesammelt. Vom Roman-Teleskop werden mehr als 500 Terabyte Daten pro Jahr erwartet. Am Roman-Teleskop ist das Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg direkt beteiligt: Es lieferte wichtige optomechanische Komponenten für das Koronografen-Experiment, eines der beiden Hauptinstrumente an Bord des neuen Weltraumteleskops.

Als Ergänzung zu Hubble war Ende 2021 bereits das James-Webb-Weltraumteleskop (JWST), benannt nach einem früheren NASA-Chef, gestartet. Es arbeitet in anderen Frequenzbereichen als Hubble und Nancy Grace Roman. (dpa/TA)

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