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Hubble: Weltraumteleskop schwebt wieder im All

Nach fünf Weltraumausstiegen US-amerikanischer Astronauten sind die Reparaturen an dem berühmten Weltraumteleskop abgeschlossen. Am 19. Mai, um 14:57 Uhr MESZ, wurde Hubble von der US-Raumfähre Atlantis wieder in der Erdumlaufbahn abgesetzt.

Derzeit ist die Missionskontrolle im Goddard Space Flight Center der NASA bei Washington, DC, dabei, die für die Wartungsarbeiten abgeschalteten Systeme des Teleskops wieder hochzufahren. Bisher waren alle Arbeiten erfolgreich, allerdings ist bei der "Advanced Camera for Surveys" die Reparatur nur zum Teil gelungen. Alle anderen Systeme sehen bislang sehr gut aus.

Das Wiederaussetzen von Hubble löst bei aller Freude auch gemischte Gefühle bei den NASA-Mitarbeitern aus, wie der Direktor der NASA-Abteilung für Astrophysik verlauten lies: "Es ist ein trauriger, aber auch stolzer Moment, da wir Hubble optimal nachgerüstet haben. Aber es ist das letzte Mal, das Menschen das Teleskop besuchen, es berühren und sich um es kümmern." Da die Raumfährenflüge Ende 2010 wohl definitiv eingestellt werden, steht dann kein Raumfahrzeug mehr zur Verfügung, mit dem eine Wartungsmission möglich wäre.

Kurz nach dem Absetzen des Teleskops zündete die Raumfähre Atlantis ihre Steuerdüsen, um sich in einen sicheren Abstand zu Hubble zu bringen. Die Astronauten nutzen nun die Zeit, um die Raumfähre für die Landung vorzubereiten, die für Freitag, den 22. Mai, in Florida vorgesehen ist. Die Inspektion des Hitzeschutzschilds ist abgeschlossen und erbrachte keine Hinweise auf bedrohliche Schäden.

Tilmann Althaus

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