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Nobelpreis 2021: So lief die Bekanntgabe des Nobelpreises für Physik

Der Nobelpreis gilt als höchste Auszeichnung auf dem Gebiet der Physik. Wer ihn in diesem Jahr erhält, wurde ab 11.45 Uhr verkündet. Hier ist die Bekanntgabe zum Nachschauen.
Wer bekommt den Nobelpreis für Physik 2021?

Am Dienstag ab 11.45 Uhr hat die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm verkündet, wer den Nobelpreis für Physik in diesem Jahr erhält. Syukuro Manabe und Klaus Hasselmann erhielten den Preis »für das physikalische Modellieren des Klimas der Erde, die Analyse von Variationen und zuverlässige Vorhersage der Erderwärmung«. Zudem wurde Giorgio Parisi ausgezeichnet »für die Entdeckung, wie das Zusammenspiel von Unordnung und Fluktuationen physikalische Systeme von der atomaren bis hin zur planetarischen Ebene bestimmt«.

Zwischen dem 4. und dem 11. Oktober 2021 haben Jurys die Nobelpreisträger des Jahres 2021 verkündet. Wer einen der begehrten, einst von Erfinder Alfred Nobel gestifteten Preise erhalten hat, können Sie auf unserer Schwerpunktseite »Nobelpreise – die höchste Auszeichnung« nachlesen. Dort erfahren Sie zudem das Wesentliche über die Laureaten und ihre Forschungsthemen.

Im Vorjahr teilten sich Andrea Ghez, Reinhard Genzel und Roger Penrose die Auszeichnung für die Entdeckung des Schwarzen Lochs im Zentrum der Milchstraße. Die US-Amerikanerin Ghez und der deutsche Astrophysiker Genzel wiesen nach, dass die Umlaufbahnen von Sternen im Zentrum unserer Galaxie von einem Schwarzen Loch gesteuert werden. Penrose wiederum belegte, dass Schwarze Löcher eine direkte Folge der allgemeine Relativitätstheorie Albert Einsteins sind.

Sehen Sie hier die Verkündung der Jury und ihre Begründung erneut an:

Der Nobelpreis für Medizin oder Physiologie ging in diesem Jahr an David Julius und Ardem Patapoutian für die Entdeckung von Thermo- und Berührungsrezeptoren. Die Arbeiten von Julius und Patapoutian »haben es uns ermöglicht, zu verstehen, wie Wärme, Kälte und mechanische Kräfte die Nervenimpulse auslösen, die es uns ermöglichen, die Welt um uns herum wahrzunehmen und uns an sie anzupassen«, begründete das Nobelkomitee seine Wahl.

Am 6. Oktober teilt die Jury mit, wer den Nobelpreis für Chemie erhalten wird. Es folgen die Bekanntmachung des Literatur- sowie des Friedensnobelpreises je am Donnerstag und Freitag, bevor die Woche der Nobelpreis-Verkündungen mit dem auch als Wirtschaftsnobelpreis bezeichneten Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften am 11. Oktober zum Abschluss kommt.

Mit Klaus Hasselmann wurden bislang insgesamt 26 deutsche Physiker für ihre Arbeit mit dem Preis ausgezeichnet. Zu ihnen gehört auch Wilhelm Conrad Röntgen, der Entdecker der später nach ihm benannten Röntgenstrahlen. Er wurde als erster Physik-Nobelpreisträger überhaupt im Jahr 1901 ausgezeichnet. Das erste Röntgenbild erstellte er von der Hand seiner Frau Bertha. Der Tag der Aufnahme markiert den Beginn der medizinischen Radiologie.

Der Nobelpreis wird in diesem Jahr zum 120. Mal an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für ihre herausragenden Entdeckungen verliehen. Er ist mit rund 984 000 Euro dotiert. Bis auf den Friedensnobelpreis, der in Oslo verliehen wird, findet die Preisverleihung aller anderen Nobelpreise zum Todestag von Alfred Nobel am 10. Dezember in Stockholm statt. Wie bereits 2020 wird die Veranstaltung auch in diesem Jahr auf Grund der Coronapandemie weitgehend digital ablaufen. Das Nobelpreiskomitee überträgt die Feierlichkeiten in einem Livestream.

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