Lichtverschmutzung: Westhavelland bald erster deutscher Dark-Sky-Park?
Der Naturpark Westhavelland in Brandenburg soll nach dem Willen der Naturparkleitung und der VdS-Fachgruppe Dark Sky der erste "Sternenpark" Deutschlands werden. Auf dem 11. Europäischen Symposium zum Schutz des Nachthimmels, das vergangene Woche in Osnabrück stattfand, wurde der Antrag auf Anerkennung als "Internationaler Dark Sky Park“ offiziell übergeben.

© Andreas Hänel (Ausschnitt)
© Andreas Hänel (Ausschnitt)
Milchstraße über dem Naturpark Westhavelland | Nahezu ungestört erstreckt sich die Milchstraße über dem Naturpark Westhavelland.
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Antrag auf Anerkennung des Sternenparks Westhavelland | Kordula Isermann, die Leiterin des Naturpark Westhavelland, und Dr. Andreas Hänel (Mitte), der Leiter des Osnabrücker Planetariums, übergeben dem geschäftsführenden Direktor der International Dark Sky Association, Bob Parks, den Antrag auf Anerkennung des Sternenparks Westhavelland.
Der Naturpark und die an ihn grenzenden Gemeinden erhoffen sich durch die offizielle Anerkennung des Parks als Sternenparadies auch einen touristischen Aufschwung, vor allem in der astronomisch interessanten Randsaison von September bis April. In diesem Jahr konnten Amateurastronomen bereits die Qualität des dunklen Himmels ausgiebig testen: Vom 26. bis 28. August 2011 fand im Ort Gülpe im Naturpark das erste Westhavelländer Astrotreffen (WHAT) statt. In diesen Nächten betrug die Himmelshelligkeit, gemessen mit einem SQM-L, zwischen 21,25 und 21,45 Magnituden pro Quadratbogensekunde.
Jan Hattenbach

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