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News: WHO warnt vor resistenten Tuberkulosestämmen

In Osteuropa und Zentralasien tauchen immer mehr Stämme des Tuberkulose-Erregers auf, die gegen Medikamente resistent sind und damit eine weltweite Bedrohung darstellen. Diese Warnung geht aus einer Studie hervor, welche die Weltgesundheitsorganisation WHO heute veröffentlicht hat.

In der bisher umfangreichsten Tuberkulose-Studie überhaupt sind 67 000 Tuberkulosefälle aus 77 Ländern und Regionen erfasst worden, in denen ein Fünftel der Weltbevölkerung lebt. Demnach besteht durch den Zusammenbruch der medizinischen Infrastruktur in den Staaten der früheren Sowjetunion, wie Kasachstan, Usbekistan, Estland, Lettland, Litauen und Russland, ein besonders hohes Tuberkuloserisiko. Hier wären bei 14 Prozent der Erkrankten Tuberkulosestämme aufgetreten, die gegen mehrere Medikamente resistent sind. Auch in China besteht ein hohes Risiko, sich mit resistenten Tuberkulosestämmen zu infizieren.

An der Lungenkrankheit Tuberkulose sterben jedes Jahr rund zwei Millionen Menschen. Bekämpft wird der Erreger Mycobacterium tuberculosis, den Robert Koch im Jahr 1882 entdeckt hat, mit Antibiotika wie Isoniazid oder Rifampicin. Es gibt zwar eine Impfung, die jedoch lediglich die Bildung spezieller Abwehrzellen bewirkt und keinen ausreichenden Schutz bietet.

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