Direkt zum Inhalt

Pädagogik: Wie Kleinkinder aus Bilderbüchern lernen

Gemeinsames Ansehen von Bilderbüchern führt Kleinkinder nicht nur frühzeitig an die Lesekultur heran, sondern trainiert ihren Realitätssinn auch anderweitig. Wie Psychologinnen von der Universität Queensland und Virginia beobachtet haben, sind selbst ganz junge Kinder in der Lage die Bilder aufzunehmen, zu verstehen und ihre Relation zu realen Objekten zu begreifen.

In Experimenten haben sie versucht herauszufinden, ob die Knirpse neue zielgerichtete Aktionen durchführen konnten, nachdem sie diese zuvor im Bilderbuch gesehen hatten. In den Versuchen ging es beispielsweise darum, eine einfache Rassel nachzubauen. Zunächst erhielten die Kinder (drei Gruppen im Alter von 18, 24 und 30 Monaten) ein Bilderbuch mit einer simplen Bauanleitung zum Anschauen.

Wie sich im anschließenden Praxistest zeigte, waren die meisten Kinder aus den drei Gruppen danach in der Lage, das Gesehene zu imitieren und die Rassel nachzubauen. Doch gab es dabei Unterschiede zwischen den Gruppen, die mit der Bildqualität zusammenhingen. So konnten die 18 Monate alten Kinder besser nach Fotos arbeiten als nach gemalten, bunten Vorlagen. Bei den älteren Kindern aus Gruppe zwei und drei kamen Schwarz-Weiß-Fotos zum Einsatz. Gegenüber den kleinsten Versuchsteilnehmern, die anhand von Farbfotografien lernen konnten, hätten diese Kinder größere Probleme beim Nachbauen der Rassel gehabt. (bf)

Lesermeinung

Wenn Sie inhaltliche Anmerkungen zu diesem Artikel haben, können Sie die Redaktion per E-Mail informieren. Wir lesen Ihre Zuschrift, bitten jedoch um Verständnis, dass wir nicht jede beantworten können.

Partnerinhalte