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Zwergplaneten: Plutos neue Begleiter: Kerberos und Styx

Zwergplanet Pluto mit fünf Monden

Kerberos und Styx, das sind die endgültigen Namen von zwei in den Jahren 2011 und 2012 entdeckten kleinen Monden des Zwergplaneten Pluto. Diesen Beschluss fasste die Internationale Astronomische Union (IAU) am 2. Juli 2013. Die IAU besitzt die Hoheit über offizielle Namensgebungen für Himmelsobjekte und ist der wissenschaftliche Dachverband aller Astronomen weltweit. Kerberos ist der mythologische dreiköpfige Hund, der den Eingang zum Hades, der griechisch-römischen Unterwelt, bewacht. Styx ist der Name des Flusses, der den Hades von der Welt der Lebenden trennt. Der Name steht zudem auch für eine griechische Flussgöttin. Die beiden neu benannten Monde sind nur zwischen 10 bis 34 Kilometer groß.

Zwergplanet Pluto mit fünf Monden | Seit dem Jahr 1978 sind bislang fünf Begleiter des Zwergplaneten Pluto entdeckt worden. Den Anfang machte Charon, ihm folgten 2005 Nix und Hydra. Kerberos und Styx wurden in den Jahren 2011 und 2012 aufgespürt und erhielten Anfang Juli 2013 ihre endgültigen Namen von der Internationalen Astronomischen Union.
Erstmals war auch die allgemeine Öffentlichkeit an der Namensfindung für Objekte im Sonnensystem beteiligt. Vorangegangen war der Benennung ein internetbasierter Wettbewerb zur Namensfindung. Die Entdecker, die unter der Leitung von Mark Showalter vom SETI-Institute in Kalifornien die neuen Monde mit dem Weltraumteleskop Hubble aufgespürt hatten, luden im Februar 2013 dazu ein, Namensvorschläge für die kleinen Monde einzusenden. Die meistgenannten Namen waren mit abnehmender Häufigkeit Vulcan, Cerberus und Styx, insgesamt gingen rund 500 000 Vorschläge ein.

Nach Abschluss der Abstimmung übermittelte das Forscherteam um Showalter die Namen Vulcan, Cerberus und Styx an die IAU. Die Vorschläge wurden von den zuständigen IAU-Fachkomitees beraten. Sie verwarfen den Namen Vulcan, da er nicht zur Mythologie um Pluto, dem römischen Gott der Unterwelt, passte. Zudem war er bereits einem hypothetischen Planeten innerhalb der Bahn des sonnennächsten Planeten Merkur zugedacht gewesen, der sich später als nicht existent erwies. Der Name "Cerberus" wurde zudem in die griechische Schreibweise "Kerberos" umgewandelt, um Verwechslungen mit dem Asteroiden (1865) Cerberus zu vermeiden. Wie die beiden Pluto-Begleiter im Detail aussehen, werden wir im Juli 2015 erfahren. Dann soll die US-Raumsonde New Horizons dicht an Pluto und seinen fünf Monden vorbeiziehen und dabei Bilder und Messdaten zur Erde funken.

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