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Winckelmann-Cup: Kickende Ausgräber

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Wenn die »Funky Phalanx Berlin« auf »Zeus Amok Heidelberg« trifft oder die »La-Tène-Lovers Leipzig« gegen »Maradona Neapolis« spielen, merkt man schon an den Mannschaftsnamen, dass Altertumswissenschaftler mit dabei sind. Insgesamt 600 Teilnehmer aus acht verschiedenen Ländern versammelten sich vom 8. bis 10. Juni in Kiel zum Winckelmann-Cup – dem alljährlichen archäologischen Fußballturnier. Das Finale der dreitägigen Veranstaltung, bei der 42 Teams gegeneinander antraten, gewann Miracolo Bernensis 2:0 gegen Furia Moravia Brno aus Tschechien. Damit geht der Wanderpokal zum ersten Mal in die Schweizer Hauptstadt.

Den Uschi-Cup für die besten Fans – benannt nach einer Wirtin, die den Pokal ursprünglich für die attraktivste Mannschaft beim ersten Cup in der Nähe von Bonn stiftete – erhielt »Schwarzer Stern Göttingen«.

Die Veranstaltung fand dieses Jahr bereits zum 17. Mal statt. 1991 trafen sich gerade einmal neun Studenten-Mannschaften zum gemütlichen Beisammensein mit Spiel und Spaß; heute hat sich das Aufeinandertreffen zu einem der größten studentischen Turniere Europas entwickelt und bringt junge Archäologen von Wales bis Italien zusammen. Neben dem Sport stehen daher vor allem der Austausch über altertumswissenschaftliche Projekte und Erfahrungen sowie gemeinsames Feiern im Vordergrund.

Die Organisation entspricht inzwischen einer logistischen Meisterleistung. Damit der studentische Charakter erhalten bleibt, richtet jeweils ein altertumswissenschaftliches Institut den Winckelmann-Cup – benannt nach dem Begründer der Klassischen Archäologie Johann Joachim Winckelmann – mit universitären Mitteln und Sponsorengeldern aus. Inzwischen findet sich an fast jeder deutschen Hochschule eine Archäologen-Mannschaft, die mitunter ein ganzes Jahr lang auf diesen Saisonhöhepunkt trainiert. Im nächsten Jahr treffen sich die Archäologen im tschechischen Brno.

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