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Gesundheit: Zu viel Fernsehen stört die Entwicklung von Kindern

Übertriebener TV-Konsum von Zwei- bis Fünfeinhalbjährigen trägt zu Verhaltensauffälligkeiten und mangelnder Sozialkompetenz der Kinder bei, vermuten Wissenschaftler der John Hopkins Bloomberg School of Public Health. Entscheidend sei dabei, wie früh zu viel Fernsehen geschaut wurde. Werden die Fernsehgewohnheiten bald wieder einschränkt, so verhindere dies die befürchteten negativen Auswirkungen.

Die Forscher hatten die Eltern von 2707 Kindern um Auskunft über den TV-Konsum ihres Nachwuchses im Alter von Zweieinhalb und Fünfeinhalb gebeten. Rund 15 Prozent der unter Fünfjährigen schauten demnach mehr als zwei Stunden täglich, mehr als die Empfehlung der am Studienort zuständigen US-Amerikanischen Kinderarzt-Vereinigung. Bei den kleinen Vielschauern war das Risiko für Auffälligkeiten im Sozialverhalten erhöht, so die Autoren. Dies gelte aber nur für jene Kinder, die mit fünfeinhalb Jahren immer noch mehr als zwei Stunden vor dem Fernseher gesessen und demnach langfristig erhöhten TV-Konsum gehabt hatten.

Wer mit fünf Jahren dann wieder weniger vor dem TV saß, dem konnte auch frühes übertriebenes Fernsehschauen nichts anhaben. Bedenklich sei, so die Autoren, hauptsächlich ein eigenes Gerät im Kinderzimmer: Negativ Betroffene von Schlafstörungen und Verhaltensauffälligkeiten finden sich besonders unten jenen 41 Prozent der unter Fünfjährigen mit TV im Kinderzimmer. (jo)

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