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Hirnforschung: Zwei Gedächtnisarten im Hippocampus

Schädigungen am Hippocampus, einer zentralen Schaltstelle des Gehirns, beeinträchtigen sowohl das räumliche Gedächtnis als auch die Objektwiedererkennung. Dass der Hippocampus für die räumliche Orientierung ein wichtige Rolle spielt, war bereits bekannt; inwieweit er auch bei nicht-räumlichen Aufgaben wie der Objekterkennung beteiligt ist, jedoch noch ungeklärt.

Nicola Broadbent und ihre Kollegen von der Universität von Kalifornien in San Diego hatten den Hippocampus von Ratten mit dem Fliegenpilzgift Ibotensäure zerstört. Anschließend testeten sie die räumliche Orientierung der Tiere in einem Labyrinth sowie die Objekterkennung, indem sie bekannte und neue Gegenstände in den Käfigen der Nager platzierten.

Wenn weniger als die Hälfte des Hippocampusvolumens geschädigt war, zeigten die Tiere erwartungsgemäß eine starke Beeinträchtigung ihres räumlichen Gedächtnisses, die sich auch nach einer totalen Zerstörung des Hirnareals nicht wesentlich verschlimmerte. Im Gegensatz dazu fiel die Objekterkennung der Tiere erst dann aus, nachdem fast der gesamte Hippocampus zerstört war.

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