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News: Zwei Moleküle machen richtiges Gehen möglich

Zwei Moleküle ermöglichen die schrittweise und abwechselnde Bewegung der Beine – das Gehen. Die beiden Proteine EphrinB3 und EphA4 steuern im sich entwickelnden Embryo die richtige Verschaltung der Nerven im Rückenmark, berichten Klas Kullander von der Gothenburg University und seine Kollegen. Bei Mäusen, denen die beiden Signalstoffe fehlten, waren die Nerven im zentralen Rhythmusgenerator des Rückenmarks, der die Gehbewegung koordiniert, falsch verknüpft, sodass die Tiere daraufhin ihre Beine nur gleichzeitig bewegen und daher ausschließlich hüpfen konnten.

Die beiden Moleküle eignen sich jedoch nicht für eine Therapie von Rückenmarksverletzungen, da sie vor allem im Embryo wirken, berichten die Forscher weiter. Wissenschaftler suchen daher weiter nach Substanzen, mit denen sie den zentralen Rhytmusgenerator im Rückenmark aktivieren können. Dieser Schaltkreis steuert Bewegungen eigenständig, ohne den Einfluss des Gehirns. Manche Behandlungsansätze bei teilweise gelähmten Patienten zielen heute bereits darauf ab, den Rhythmusgenerator elektrisch zu stimulieren.

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  • Quellen
Science 299: 1889–1892 (2003)

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